BESTENS ERREICHBARER "MITTELSTANDORT"

 

Die Wirtschaft im Rhein-Pfalz-Kreis ist überwiegend mittelständisch strukturiert und profitiert davon, dass ihr Standort mitten in der Europäischen Metropolregion Rhein-Neckar liegt. Die finanziellen Mittel, die der Bevölkerung zur Verfügung stehen (Kaufkraft), übersteigen den Bundesdurchschnitt zum Teil deutlich.

 
Quellen der Bruttowertschöpfung im Rhein-Pfalz-Kreis

Mehr als drei Viertel der Bruttowertschöpfung kommen aus dem Dienstleistungsbereich. Im Vergleich dazu fällt die Landwirtschaft mit etwa vier Prozent zwar kaum ins Gewicht, aber weil im Kreisgebiet dank außergewöhnlich guter Anbaubedingungen der "Gemüsegarten Deutschlands" entstanden ist, hat sie dennoch überregionale Bedeutung.

Produzierendes Gewerbe und Großunternehmen sind unterdessen vor allem in den Nachbarstädten zu finden. Diese Art von "Arbeitsteilung", das dichte Schienen- und Straßennetz innerhalb der Region und die überregionale Verkehrsanbindung trägt zu einem regen Grenzverkehr bei.

Wie das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) ermittelt hat, leben im Rhein-Pfalz-Kreis die mobilsten Arbeitnehmer Deutschlands. Von den 21.300 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die 1998 in den 25 kreisangehörigen Ortschaften gemeldet waren, pendelten demnach 78,1 Prozent regelmäßig zu einer auswärtigen Arbeitsstelle. Einen höheren Anteil fanden die Fachleute nirgendwo. Gleichzeitig wurden jedoch auch sehr viele Einpendler verzeichnet. Der Anteil an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die von außerhalb zu einem Arbeitsplatz innerhalb der Kreisgrenzen kommen, beträgt 47,1 Prozent} und wird nur im Landkreis Starnberg (48,3 Prozent), im Wartburgkreis (54,4), im Saalkreis (57,1) sowie im Landkreis München (72,4) übertroffen. Selbst viele Städte weisen einen niedrigeren Wert auf, beispielsweise Köln (42,5 Prozent), München (42,2) oder Worms (41,5). Bundesdurchschnitt: 32,6 Prozent.

 

Möglich macht das ein sehr dichtes Straßen-, Schienen und Radwegenetz, das die Städte und Kreise an der Schnittstelle von Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz miteinander verbindet. Die überregionale Anbindung des Rhein-Pfalz-Kreises kann sich aber ebenfalls sehen lassen. So braucht man per Bahn nach feststellungen des BBR zu den drei nächstgelegenen Ballungsräumen im Schnitt ganze 34 Minuten. Unterboten wird das in ganz Deutschland nur noch vom benachbarten Rhein-Neckar-Kreis, der auf 32 Minuten kommt. Mit dem Personenwagen sind die Nachbarregionen unterdessen in 47 Minuten erreichbar. Hier schneiden lediglich der Landkreis Karlsruhe und einige Kreise am Niederrhein besser ab. Selbst die internationale Anbindung ist nicht zu verachten: Als durchschnittliche Reisezeit zu allen 41 Ballungsräumen Europas nennt das BBR für den Rhein-Pfalz-Kreis in der Kombination von Auto und Flugzeug 228 Minuten. Das kommt Platz 23 unter den mehr als 300 Landkreisen in Deutschland gleich.