Dienstleistungen

/ Pfandpflicht für Einweg-Getränkeverpackungen ("Dosenpfand")

Zuständige Mitarbeiter

Herr Stefan Hänzel

Leistungsbeschreibung

Mit der 3. Verordnung zur Änderung der Verpackungsverordnung wurde die seit Januar 2003 wirksame Pfandpflicht neu geregelt.
Das Pfand wird auf folgende ökologisch nicht vorteilhafte Einweg-Getränkeverpackungen mit einem Füllvolumen von 0,1 bis 3 Liter erhoben:
  • Bier, bierhaltige Getränke einschließlich Biermischgetränke (z.B. mit Cola oder Limonade) und alkolhofreies Bier.
  • Mineralwasser mit und ohne Kohlensäure, Quellwasser, Heilwasser, Tafelwasser und aromatisiertes Wasser.
  • Erfrischungsgetränke mit oder ohne Kohlensäure, insbesondere Cola, Limonaden, Mischungen von Fruchtsaft oder Tees und Mineralwasser (wie Apfelsaftschorle), Sportgetränke, Energy-Drinks, kalte Tee- oder Kaffeegetränke, Bittergetränke und andere Getränke mit oder ohne Kohlensäure.
  • Alkoholhaltige Mischgetränke bzw. sog. Alcopops.
Pfandfrei bleiben weiterhin Fruchtsäfte, Fruchtnektare, Gemüsesäfte, Gemüsenektare, Milch (Mindestanteil: 50 %), diätetische Getränke, Spirituosen, Wein und ökologisch vorteilhafte Getränkeverpackungen wie Getränkekartons, Getränke-Polyethylen-Schlauchbeutel und Folien-Standbodenbeutel.
Das Pfand beträgt einheitlich für alle pfandpflichtigen Einweg-Verpackungen 25 Cent.

Seit 01.05.2006 können leere pfandpflichtige Einwegflaschen und Dosen überall dort zurückgegeben werden, wo pfandpflichtige Einweg-Getränke verkauft werden. Einzelhändler sind zur Rücknahme aller pfandpflichtigen Einweg-Getränkeverpackungen der gleichen Materialart (Metalle, Glas, PET) verpflichtet, die sie vertreiben. Somit sind Geschäfte, die pfandpflichtige Plastik- und Glas-Einweggetränkeverpackungen verkauften, zur Rücknahme von Plastik- und Glasverpackungen (unabhängig von der Form, Größe oder Ware im Sortiment) verpflichtet.
Allerdings gilt nach wie vor eine Schutzklausel für kleinere Geschäfte unter 200 qm Verkaufsfläche: Sie müssen leere Getränkeverpackungen nur von den Marken und aus solchen Materialien zurücknehmen, die sie selbst verkaufen.