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/ Informationen zu Zeckenerkrankungen

Leistungsbeschreibung

Der beste Schutz vor Zecken ist lange Kleidung. Die verfügbare Impfung schützt zwar vor der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), bietet jedoch keinen Schutz vor Borreliose.

In unseren Breiten sind es vor allem zwei Erkrankungen, die durch Zecken auf den Menschen übertragen werden können: die Borreliose und die FSME. Am häufigsten ist die Borreliose. Verantwortlich für eine Borreliose sind Bakterien. Das bekannteste Symptom einer Borreliose ist die so genannte "Wanderröte". Es handelt sich um eine von der Bissstelle nach außen ziehende rundliche Rötung, die innerhalb von 3 Tagen bis 3 Wochen nach dem Zeckenkontakt auftreten kann und dann meist Zeichen einer frühen Borreliose-Erkrankung ist. In vielen Fällen bleibt die Wanderröte das einzige Symptom der Erkrankung und hat keine weiteren Folgen. Bei einem Teil der Betroffenen kann sich allerdings nach einigen Tagen bis wenigen Monaten ein späteres Stadium der Erkrankung entwickeln. Die Borrelien breiten sich dann weiter aus und können andere Körperregionen wie Gehirn, Gelenke oder Herz beeinträchtigen. Wenn das Nervensystem betroffen ist, können zum Beispiel Nervenschmerzen, die typischerweise nächtlich betont sind, Gefühlsstörungen und in einigen Fällen sogar Lähmungen auftreten. Gerade bei den späten Stadien der Erkrankung können trotz adäquater medikamentöser Behandlung auch nach Jahren noch Krankheitssymptome bestehen.

Für die Betroffenen bedeutet dies oft eine Einschränkung der Lebensqualität. Je früher die Borreliose behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Therapie der Wahl sind spezielle Antibiotika, die je nach Stadium der Erkrankung entweder als Tabletten oder als Infusion gegeben werden. Die zweite Erkrankung, die durch Zecken übertragen wird, ist die FSME. Während die Borreliose überall in Deutschland verbreitet ist, trifft die FSME nur in bestimmten Regionen auf. Betroffene Regionen in Deutschland sind vor allem Bayern und Baden-Württemberg. In Rheinland-Pfalz ist zurzeit, außer dem Landkreis Birkenfeld, kein weiteres Gebiet betroffen. Somit ist das von Ihnen geplante Reisegebiet zurzeit kein Risikogebiet für FSME - Erkrankungen.

In Europa sind die Zecken beispielsweise in Österreich und in den osteuropäischen Ländern häufig mit dem FSME-Erreger infiziert. Im Internet gibt es ständig aktualisierte Landkarten, die Region für Region das Risiko einer FSME-Infektion durch einen Zeckenbiss erfassen. Die Symptome der FSME sind zunächst relativ unspektakulär und ähneln denen einer Sommergrippe mit Fieber und allgemeinem Krankheitsgefühl. Bei einem kleinen Teil der Betroffenen kann es nach einem beschwerdefreien Intervall dann zu dem zweiten Stadium der Erkrankung mit Zeichen einer Hirnhaut- oder Gehirnentzündung kommen, die in seltenen Fällen sogar lebensgefährlich sein kann. 

Gegen die FSME gibt es, im Gegensatz zur Borreliose, eine vorbeugende Impfung. Zu beachten ist, dass die im Volksmund oft Zeckenimpfung genannte Injektion nur gegen die FSME, nicht aber gegen die häufiger auftretende Borreliose Schutz bietet.

Die Impfung gegen FSME ist allerdings insofern von hoher Relevanz, da es nach Ausbruch der Erkrankung bislang keine gezielt wirksame Therapie gibt.

Körper nach Zecken absuchen!

Zecken fallen nicht von den Bäumen, sondern lauern auf Grashalmen oder am Boden und lassen sich dann auf Tiere oder den Menschen abstreifen. Der effektivste Schutz vor Zeckenbissen und damit verbundenen Krankheiten sind daher feste Schuhe, Stümpfe und lange Hosen bei Spaziergängen im Wald oder Waldrand. Nach dem Ausflug sollten Erwachsene und vor allem Kinder nach Zecken abgesucht werden. Hier sollte besonders auf die kleinen jungen Zecken geachtet werden, die leicht übersehen werden. Wenn eine Zecke entdeckt wird, sollte diese möglichst schonend mit einer Zeckenzange oder einer stumpfen, flachen Pinzette entfernt werden. Der Leib sollte möglichst nicht gequetscht werden. Die Zecke sollte möglichst umgehend entfernt werden, da die Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit der Dauer des Saugaktes zunimmt. Entgegen einiger früherer Hausrezepte sollte kein Öl oder Klebstoff auf die Zecke gebracht werden. Es sollte einige Zeit beobachtet werden, ob sich an der Bissstelle eine Hautrötung entwickelt. In diesem Fall sollte direkt ein Arzt aufgesucht werden.

Für weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung.

Weitere Informationen erhalten Sie auch auf den nachfolgenden Internetseiten:
Robert-Koch-Institut
Borreliose-Infektionskrankheiten
Zecken.de
Synlab