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/ Eichenprozessionsspinner

Leistungsbeschreibung

Der Eichenprozessionsspinner ist in Süd- und Mitteleuropa verbreitet und bevorzugt sonnige Standorte, einzeln stehende Bäume und lichte Wälder. Gehäuftes Auftreten wurde im deutschsprachigen Raum wiederholt beobachtet:

  • Von 1827 bis 1829 kam der Eichenprozessionsspinner im Westen Deutschlands vermehrt vor.
  • In Österreich wurde in den 1920er Jahren eine Massenvermehrung beobachtet.
  • Seit den 1990er Jahren ist Österreich wieder betroffen.
  • Seit 2003 breitet sich der Eichenprozessionsspinner von Westen (Niederlande und Belgien) kommend am linken Niederrhein mit etwa 20 bis 30 km Geschwindigkeit pro Jahr aus.
  • In den Sommern 2005 und 2007 wird vor allem der Süden Deutschlands von einer starken Plage heimgesucht.

Sehr stark betroffen ist vor allem das Bundesland Baden-Württemberg; die Folge dieser Bedrohung ist die Sperrung von Gebieten, in denen befallene Eichen anzutreffen sind. Daneben gibt es erstmals ein gehäuftes Auftreten in Franken, im südlichen Hessen, im Saarland, sowie im westlichen Teil von Nordrhein-Westfalen.

Der Eichenprozessionsspinner ist eine Schmetterlingsart und Forstschädling, die nur an Eichenbäumen anzutreffen ist und in den meisten europäischen Ländern beheimatet ist. Die Raupen sind mit mikroskopisch kleinen Brennhaaren versehen, die Giftstoffe enthalten, die toxische und/ oder allergische Reaktionen verursachen können. Die aggressiven Raupen-Haare werden durch Wind bis zu 200m weit vertragen. Die in den Nachtstunden fliegenden Falter sind unscheinbar. Aber ihre Raupen haben es in sich. Die Fraßschäden an den Bäumen sind bei diesem Insekt nicht immer gravierend. Dafür sind es die für den Menschen giftigen Härchen der älteren Raupen, die bei Hautkontakt oder beim Einatmen zu allergischen Reaktionen führen. Ein Spaziergang durch den Wald kann in den Befallsgebieten - vor allem in trocken-warmen Gegenden - zu einem sehr unangenehmen Erlebnis werden. Auch Bäume in Parkanlagen und anderen städtischen Bereichen sind befallen. Gesundheitlich bedenklich ist, dass auch die Haare der abgestreiften Raupenhülle noch bis zu einem Jahr ihre allergene Wirkung besitzen.

Vorsichtsmaßnahmen:

  • Grundsätzlich die Befallsgebiete meiden
  • Hautbereiche (z. B. Nacken, Hals, Unterarme) schützen
  • Raupen und Gespinste nicht berühren
  • Sofortiger Kleiderwechsel und Duschbad mit Haarreinigung nach (möglichem) Kontakt mit Raupenhaaren
  • Auf Holzernte- oder Pflegemaßnahmen verzichten, solange Raupennester erkennbar sind
  • Bekämpfung wegen gesundheitlicher Belastung und spezieller Arbeitstechnik nur von Fachleuten durchführen lassen.
  • Entlang von Autobahnen wurden die Raupen mit Hilfe von Hebebühnen und einer Art "Flammenwerfer" - wie sie bei der Verlegung von Bitumen auf Flachdächern verwendet werden - durch Hitze getötet. 

Weiter Informationen zum Thema Eichenprozessionsspinner finden Sie unter

Allgemeine Informationen

Medizinische Informationen

Aktuelle Informationen aus Baden-Württemberg zum Herunterladen

Informationen der bayrischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft

Aktuelles von der biologischen Bundesanstalt