Dienstleistungen

/ Vogelgrippe - Schutzmaßnahmen- Pflichten des Tierhalters -

Leistungsbeschreibung

I. Viehverkehrsverordnung

Nach der Viehverkehrs-Verordnung müssen alle Geflügelhalter - auch solche von Enten, Gänsen, Fasanen, Hühnern, Perlhühnern, Rebhühnern, Tauben, Truthühnern und Wachteln - den Bestand bei der unteren Veterinärbehörde anzeigen (Kreisverwaltung bzw. kreisfreie Stadt). Die Geflügelpest-Verordnung verpflichtet die Geflügelhalter zum Führen eines Bestandsregisters. Darin sind neben Tierzu- und -verkäufen auch Tierverluste und Leistungsrückgänge zu erfassen. Der Veterinärbehörde ist unverzüglich anzuzeigen, wenn im Bestand von Hühnern, Enten oder Gänsen mit bis zu 100 Tieren Verluste von mehr als drei Tieren auftreten, wenn es in größeren Beständen Verluste über 2 Prozent innerhalb von 24 Stunden gibt oder wenn ein erheblicher Leistungsabfall eintritt.

II. Geflügelpest-Verordnung

Grundlage für die Bekämpfung der Geflügelpest in Deutschland ist die Geflügelpest-Verordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 03.11.2004 (BGBl. I S. 2746). Die Bekämpfungsmaßnahmen folgen allgemeinen Prinzipien der Tierseuchenbekämpfung: 

1. Registerführung

(Geflügelhalter haben alle Zu- und Abgänge von Geflügel, Name und Anschrift des Transportunternehmers, des bisherigen Besitzers bzw. Erwerbers, Datum des Zu- bzw. Abgangs sowie die Art des Geflügels einzutragen). Weiterhin sind einzutragen:

  • wenn mehr als 100 Stück Geflügel gehalten werden, die pro Werktag verendeten Tiere,
  • wenn mehr als 1.000 Stück Geflügel gehalten werden, je Werktag zusätzlich die Gesamtzahl der gelegten Eier.

2. Aufzeichnungspflicht für gewerbsmäßige Geflügelfänger

Jede Person, die gewerbsmäßig im Rahmen der Ein- oder Ausstallung von Geflügel tätig ist, hat den Namen und die Anschrift des jeweiligen Betriebes, in dem sie tätig geworden ist, die Art der Tätigkeit, den Zeitpunkt der Tätigkeit und die Art des Geflügels, auf die sich die Tätigkeit bezogen hat, aufzuzeichnen. Die Aufzeichnungen müssen fest miteinander verbunden, chronologisch aufgebaut und mit fortlaufenden Seitenzahlen versehen sein. Die Aufzeichnungen sind unverzüglich nach der Ausführung der aufzeichnungspflichtigen Tätigkeit in dauerhafter Weise vorzunehmen.

3. Ursachenforschung bei vermehrten Todesfällen

Treten innerhalb von 24 Stunden in einem Geflügelbestand Verluste von

1. mindestens drei Tieren bei einer Bestandsgröße von bis zu 100 Tieren oder

2. mehr als 2 vom Hundert der Tiere des Bestandes bei einer Bestandsgröße von  mehr als 100 Tieren

auf oder kommt es zu einer erheblichen Veränderung der Legeleistung oder der Gewichtszunahme, so hat der Besitzer unverzüglich durch den Tierarzt die Ursache feststellen zu lassen. Dabei ist immer auch auf Influenza-A-Virus der Subtypen H5 und H7 zu untersuchen. 

4. Schutzkleidung

Der Besitzer hat sicherzustellen, dass jede Person, die gewerbsmäßig bei der Ein- oder Ausstallung von Geflügel tätig ist, vor Beginn der Tätigkeit gereinigte Schutzkleidung oder Einwegkleidung anlegt und diese während der Ein- oder Ausstallung trägt. Die Schutzkleidung ist unverzüglich nach Gebrauch vom Besitzer zu reinigen und zu desinfizieren; Einwegkleidung hat er unverzüglich nach Gebrauch unschädlich zu beseitigen.

5. Einhaltung bestimmter seuchenhygienischer Maßnahmen

Wenn mehr als 1.000 Stück Geflügel gehalten werden (Sicherung der Ställe gegen unbefugten Zutritt, Schutzkleidung, Reinigung und Desinfektion, Schadnagerbekämpfung).

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Nach der Viehverkehrs-Verordnung müssen alle Geflügelhalter - auch solche von Enten, Gänsen, Fasanen, Hühnern, Perlhühnern, Rebhühnern, Tauben, Truthühnern und Wachteln - den Bestand bei der unteren Veterinärbehörde anzeigen (Kreisverwaltung bzw. kreisfreie Stadt).

Die Geflügelpest-Verordnung verpflichtet die Geflügelhalter zum Führen eines Bestandsregisters. Darin sind neben Tierzu- und -verkäufen auch Tierverluste und Leistungsrückgänge zu erfassen.

Der Veterinärbehörde ist unverzüglich anzuzeigen, wenn im Bestand von Hühnern, Enten oder Gänsen mit bis zu 100 Tieren Verluste von mehr als drei Tieren auftreten, wenn es in größeren Beständen Verluste über 2 Prozent innerhalb von 24 Stunden gibt oder wenn ein erheblicher Leistungsabfall eintritt.

Weitere Informationen zur Vogelgrippe finden Sie auch auf der Homepage des
Landesuntersuchungsamtes Rheinland-Pfalz.