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/ Einbürgerung nach 6, 7, 8 Jahren oder längerem Aufenthalt in Deutschland (Stand: August 2019)

Zuständige Mitarbeiter

Herr Mario Mamon

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Gebäude: Kreishaus
Room Nr.: B 43
Europaplatz 5
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Details

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Leistungsbeschreibung

Was bringt mir die deutsche Staatsangehörigkeit?
Wie jeder andere Staat, gewährt die Bundesrepublik Deutschland ihren Staatsangehörigen viele Rechte, die Ausländerinnen oder Ausländer nicht zustehen. Erst mit Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit erhalten Sie diese Rechte und können diese auch nutzen.

Als deutsche Staatsangehörige/ deutscher Staatsangehöriger haben Sie unter anderem

  • das uneingeschränkte Recht auf Freizügigkeit innerhalb Deutschlands und der Europäischen Union; also die freie Wahl des Aufenthaltes und des Wohnsitzes,
  • das Recht der freien Berufswahl (z.B. Beamter), ein freies Niederlassungsrecht (z.B. Ärzte) und das Recht der Gewerbefreiheit, das grundsätzliche zur Eröffnung eines Geschäftes berechtigt,
  • Schutz vor Ausweisung und Auslieferung an einen anderen Staat,
  • die visafreie Reisemöglichkeit in viele Länder, auch außerhalb von Europa,
  • Schutz durch die Bundesrepublik bei Auslandsaufenthalten und
  • das Recht zu wählen und gewählt zu werden (aktives und passives Wahlrecht).

Wie stelle ich einen Antrag auf Einbürgerung?
Die Einbürgerung erfolgt nie automatisch, sondern persönlich auf schriftlichen Antrag.

Wer das 16. Lebensjahr vollendet hat kann den Antrag selbst stellen. Für jüngere Personen müssen die gesetzlichen Vertreter die Einbürgerung beantragen; dies sind in der Regel die Eltern.

Beratung
Lassen Sie sich vor der Antragstellung von uns individuell und ausführlich zu den Einbürgerungsvoraussetzungen und zum Ablauf des Einbürgerungsverfahrens beraten. Sie erfahren welche Unterlagen Sie konkret vorlegen müssen. Zudem erhalten Sie alle Informationen über den weiteren Ablauf des Verfahrens, die entstehenden Kosten und die passenden Antragsformulare.

Die Beratung ist unverbindlich und gebührenfrei.

Terminvereinbarung derzeit über E-Mail: mario.mamon­@kv-rpk.de

Voraussetzungen

Im Folgenden erfahren Sie die Voraussetzungen für die Einbürgerung nach 6, 7 oder 8 Jahren Aufenthalt in Deutschland (Anspruchseinbürgerung).

Für Ehegatten und minderjährige Kinder besteht die Möglichkeit der Miteinbürgerung unter Verkürzung der erforderlichen Aufenthaltsdauer.

Auch wenn Sie nicht alle Voraussetzungen für die Einbürgerung erfüllen, lassen Sie sich nicht abschrecken. Das Gesetz sieht einige Ausnahmen vor, die in Ihrem konkreten Fall womöglich zutreffen. Lassen Sie sich von uns beraten.

1. Identität und Staatsangehörigkeit (§ 10 Abs. 1 Satz 1 StAG)
Ihre Identität und Staatsangehörigkeiten müssen geklärt sein.
Erläuterungen für die Praxis / Handlungsempfehlungen / Gesetzliche Grundlagen

2. Handlungsfähigkeit (§ 10 Abs. 1 Satz 1 StAG)
Sie müssen handlungsfähig oder gesetzlich vertreten sein. Wer das 16. Lebensjahr vollendet hat kann den Antrag selbst stellen. Für jüngere Personen müssen die gesetzlichen Vertreter die Einbürgerung beantragen; dies sind in der Regel die personensorgeberechtigten Eltern. Bei geschäftsunfähigen volljährigen Personen muss ein Einwilligungsvorbehalt nach § 1903 BGB in der Bestallungsurkunde des Betreuers vorhanden sein.
Erläuterungen für die Praxis / Gesetzliche Grundlagen

3. Einordnung in die deutschen Lebensverhältnisse (§ 10 Abs. 1 Satz 1, 2. Halbsatz StAG)
Ihre Einordnung in die deutschen Lebensverhältnisse muss gewährleistet sein, insbesondere dürfen Sie nicht gleichzeitig mit mehreren Ehegatten verheiratet sein.
Gesetzliche Grundlagen / Rundschreiben

4. Aufenthaltsstatus (§ 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 StAG)
Zum Zeitpunkt der Einbürgerung sollten Sie ein unbefristetes Aufenthaltsrecht besitzen
Erläuterungen für die Praxis / Gesetzliche Grundlage

5. Aufenthaltsdauer (§ 10 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 und Abs. 3 StAG)
A. Der rechtmäßige und gewöhnliche Aufenthalt in Deutschland muss grundsätzlich ununterbrochen seit 8 Jahren bestehen.
Erläuterungen für die Praxis / Rundschreiben / Gesetzliche Grundlagen

B. Die Frist verkürzt sich auf  7 Jahre, wenn Sie erfolgreich an einem Integrationskurs teilgenommen haben, durch Vorlage des „ Zertifikat Integrationskurs“, des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge.
Muster "Zertifikat Integrationskurs" / Gesetzliche Grundlagen
 
C. Bei Vorliegen besonderer Integrationsleistungen kann sich die Frist auf  6 Jahre verkürzen.
Erläuterungen für die Praxis / Ministeriumsschreiben / Gesetzliche Grundlagen

D. Miteinbürgerung von Ehegatten/eingetragenen Lebenspartner und Kinder (§ 10 Abs. 2 StAG)
Ihr Ehegatte und minderjährigen Kinder können auf Antrag miteingebürgert werden, auch wenn sie sich noch nicht seit 8 Jahren rechmäßig im Bundesgebiet aufhalten.
Erläuterungen für die Praxis / Ministeriumsschreiben / Gesetzliche Grundlagen

6. Ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache (§ 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6, Abs. 4 u. 6 StAG)
Erforderlich sind deutsche Sprachkenntnisse nach dem Europäischen Referenzrahmen B1.
Erläuterungen für die Praxis mit Ausnahmen / Europäischer Referenzrahmen / Gesetzliche Grundlagen

7. Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung (§ 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 7, Abs. 5 u. 6 StAG)
Kenntnisse der Rechts- und Gesellschaftsordnung sind regelmäßig durch einen erfolgreichen Einbürgerungstest nachzuweisen.
Erläuterungen für die Praxis mit Ausnahmen / Musterdokumente / Ministeriumsschreiben / Gesetzliche Grundlagen

8. Sicherung des Lebensunterhaltes (§ 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 StAG)
Grundsätzlich müssen Sie den Lebensunterhalt für sich und Ihre unterhaltsberechtigten Familienangehörigen ohne Inanspruchnahme von Leistungen nach dem Zweiten oder Zwölften Buch Sozialgesetzbuch bestreiten können oder deren Inanspruchnahme nicht zu vertreten haben.
Erläuterungen für die Praxis mit Ausnahmen / Ministeriumsschreiben / Gesetzliche Grundlagen

9. Straffreiheit (§ 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 und § 12a StAG)
Sie dürfen weder wegen einer rechtswidrigen Tat zu einer Strafe verurteilt noch darf auf Grund von Schuldunfähigkeit eine Maßregel der Besserung und Sicherung angeordnet worden sein.
Erläuterungen für die Praxis / Gesetzliche Grundlagen

10. Vermeidung von Merhrstaatigkeit (§ 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 und § 12 StAG)
Bei der Einbürgerung ist das Entstehen von Mehrstaatigkeit nach Möglichkeit zu vermeiden. Grundsätzlich müssen Sie Ihre bisherige Staatsangehörigkeit aufgeben oder verlieren.
Bei der Einbürgerung von Staatsangehörigen aus den anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union und der Schweiz wird das Ausscheiden aus der bisherigen Staatsangehörigkeit nicht gefordert.
Erläuterungen für die Praxis mit Ausnahmen / Gesetzliche Grundlagen

11. Loyalitätserklärung (§ 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, § 11  und § 16 StAG)
Der Einbürgerungsbewerber, der das 16. Lebensjahr vollendet hat, muss sich grundsätzlich zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland bekennen.
Informationsblatt Loyalitätserklärung / Gesetzliche Grundlagen

Welche Unterlagen werden benötigt?

Bevor Sie einen Antrag auf Einbürgerung stellen, sollten Sie ein persönliches Gespräch mit uns führen. Wir beraten Sie individuell und ausführlich zu den Einbürgerungsvoraussetzungen, zum Ablauf des Einbürgerungsverfahrens und Sie erfahren, welche Unterlagen Sie konkret vorlegen müssen.


Kontakt
Hausanschrift
Kreisverwaltung Rhein-Pfalz-Kreis
Staatsangehörigkeitsrecht
Europaplatz 5
67063 Ludwigshafen am Rhein
Ansprechpartner
Mario Mamon
Zimmer B43
Telefon
0621 5909 5430
E-Mail
 

Welche Gebühren fallen an?

Die Einbürgerung in den deutschen Staatsverband ist für den Antragsteller generell gebührenpflichtig.
 
Die Gebühr für die Einbürgerung beträgt gem. § 38 Abs. 2 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) 255,- €. Sie ermäßigt sich für jedes minderjähriges Kind, das miteingebürgert wird und keine eigenen Einkünfte im Sinne des Einkommensteuergesetzes hat, auf 51,- €.
 
Die Gebühr wird als einmalige Zahlung bei der persönlichen Antragstellung fällig (nur Bar oder EC-Kartenzahlung vor Ort möglich).
 
Auch die Ablehnung oder die Rücknahme eines laufenden Antrages auf Einbürgerung in den deutschen Staatsverband ist gebührenpflichtig. Die Höhe der Gebühr für eine Antragsrücknahme beträgt in der Regel 50%, die Ablehnung der Einbürgerung durch Bescheid in der Regel 75% der Einbürgerungsgebühr.
 
Weitere Gebühren können bei Ihrer Heimatstaatsbehörde für die Entlassung aus Ihrer bisherigen Staatsangehörigkeit anfallen. Zur Klärung der dort anfallenden Kosten sollten Sie sich an die für Sie zuständige Auslandsvertretung (Generalkonsulat/Botschaft) wenden.

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