Biotopverbund

Biotopverbund mit "Trittsteinen" und "Korridoren"

Die Verluste an naturnahen Lebensräumen und die steigende Zahl bedrohter Arten sind Warnsignale, die auf die zunehmende Belastung unserer eigenen Umwelt hinweisen. Sie sind nicht nur auf naturnahe Ökosysteme beschränkt, sondern treffen die vom Menschen geprägte Kulturlandschaft insgesamt. Auch im Rhein-Pfalz-Kreis zeigt sich, dass auch früher häufige und für die agrarisch genutzten oder besiedelten Landschaftsbereiche typische Arten zunehmend seltener werden.
Bild Wiese
Heute liegen die meisten Naturschutzgebiet wie Inseln in der intensiv genutzten Kulturlandschaft. Auf diesen „Restflächen“, die auch oft noch von den angrenzenden Nutzungen stark beeinträchtigt werden, kann der Naturschutz seine Aufgabe, alle Pflanzen- und Tierarten zu erhalten, nicht mehr erfüllen. Der Aufbau und die Entwicklung vernetzter Biotopsysteme stellt daher eine zentrale Aufgabe der Landespflege dar.

Der Kreis hat dazu in der Vergangenheit eigene Kartierungen beauftragt und durchgeführt, um die Planung vernetzter Biotopsysteme des Landesamtes für Umwelt und Gewerbeaufsicht (LfUG) für den Rhein-Pfalz-Kreis zu vertiefen und eine zügige Umsetzung der Biotopvernetzungsplanung zu ermöglichen. Angestrebt wird der Aufbau eines Biotopverbundsystems mit großen Schutzgebieten, Trittsteinen und verbindenden Korridoren.

Landwirtschaft wird einbezogen

 Auch der Vertragsnaturschutz ist ein wichtiges Instrument der Verbundplanung. Er leistet durch die Vielzahl der Flächen und seine Ausdehnung (2001 über 240 ha!) vor allem einen erheblichen Beitrag zum Erhalt von wertvollen Biotopen.

Der Vertragsnaturschutz umfasst im wesentlichen Fördermaßnahmen zur „Ökologischen Ackerflächenstillegung“ und das „Förderprogramm Umweltschonende Landbewirtschaftung“ (FUL) mit seinen Teilen „Dauergrünland“, „Streuobst“ und „Ackerrandstreifen“. 1995 wurde im damaligen Kreis Ludwigshafen erstmals auch die Anlage von Ackerrandstreifen gefördert ca.1,2 ha. Zur Zeit sind es ca. 2 ha.