Heizungssanierung in Altrip

Neue Heizung mit Geld vom Staat

Der Kreiswohnungsverband lässt in Altrip derzeit eine neue Heizungsanlage einbauen. Die Öl-Heizung in der Wohnanlage Am Damm 7-11 war in die Jahre gekommen, wurde immer reparaturanfälliger und fiel oft aus. Der KWV entschloss sich zu einer kompletten Erneuerung der gesamten Anlage, nicht zuletzt auch weil die CO2-Besteuerung auf Öl in den nächsten Jahren drastisch ansteigen wird und obendrein ab dem Jahr 2026 in Deutschland keine neuen Ölheizungen mehr installiert werden dürfen.

Hintergrund ist das Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung. Das Ziel dieses Programms ist u.a. bis 2050 Treibhausgasneutralität zu erreichen. Ein Etappenziel ist die CO2-Reduktion um 40 % bis 2030 durch den Einsatz effizienterer Heizungen, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Im Rahmen dieses Programms wurden Förderpakete geschnürt, die den Austausch einer alten Heizung unterstützen sollen.

In den Genuss der staatlichen Beihilfe bis zu 45 % kommen aber nicht nur Wohnungsbau-unternehmen sondern auch Privatpersonen. Bei einem Haushalt mit drei Personen und 2.500 Litern Öl Energieverbrauch könnten einer Modellrechnung zufolge die Kosten bis 2025 allein durch die Steuer um ein Viertel steigen:

Energiekosten Öl + CO2 Steuer
2020 1.650,00 € +  0 €
2021 1.650,00 € + 200 €
2025 1.650,00 € + 430 € Preissteigerung 26% (bis 2025)

Aus den verschiedenen Fördermodellen von BAFA, KfW und steuerlicher Abschreibung hat sich der Kreiswohnungsverband für die Investitionszuschüsse des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) entschieden. Die Höhe dieser Zuschüsse hängt von der Art der bisherigen Heizung und der neu zu errichtenden Anlage ab. Der Kreiswohnungsverband baut in Altrip eine moderne Kombination aus Gasbrennwertkessel mit Solaranlage ein. Das unterstützt nicht nur die Bemühungen der Bundesregierung um Klimaneutralität sondern bringt auch den Mietern eine ordentliche Ersparnis bei den Heizkosten.

Welches Förderprogramm bei einer Umrüstung oder einem Neubau in Frage kommt, kann man z. B. mit dem Förderfinder des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie selbst herausfinden (https://www.deutschland-machts-effizient.de/KAENEF/Navigation/DE/Foerderprogramme/Foerderfinder/foerderfinder), sich an die Verbraucherzentralen wenden oder einen Energieberater beauftragen. Die Kosten für einen zugelassenen Energieberater werden seit 2020 ebenfalls mit bis zu 50 Prozent gefördert. In jedem Fall aber sollte man sich unbedingt vor Beginn der Maßnahme informieren, da Fördergelder zum Teil noch vor Auftragserteilung beantragt werden müssen.

Auch der Rhein-Pfalz-Kreis hat schon lange ein Klimaschutzkonzept und dazu auch eine Kooperationsvereinbarung mit den jeweiligen Gemeinden des Kreises. Informationen hierüber kann man auf der Website des Rhein-Pfalz-Kreises unter dem Punkt „Gesundheit & Umwelt“ und dort unter „Klimaschutz“ finden. Hier steht ebenfalls ein Fördermittelratgeber zur Verfügung und es werden die aktuellen Klimaschutzprojekte vorgestellt, die noch weitere Hilfestellungen zum Thema bieten.






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