Persönlichkeiten

Viele besondere Menschen leben im oder stammen aus dem Rhein-Pfalz-Kreis. Eine kleine Auswahl.

  • Regino (ca. 840 - 915)

    Der Verfasser der ältesten deutschen Weltgeschichte wurde in Altrip geboren, wo er sich auch den Benediktinern anschloss. Das Stammkloster des örtlichen Medardusklösterchens befand sich jedoch in Prüm (Eifel), weshalb er später - als dessen Abt - den Beinamen "von Prüm" bekam. Zuletzt war der Geistliche Abt des Klosters Sankt Martin in Trier. Seit dem Jahr 2000 ist ein überregionaler Journalistenpreis für herausragende Justiz-Berichterstattung nach ihm benannt.

  • Hans Christoph Ernst von Gagern (1766 - 1852)

    Der gebürtige Kleinniedesheimer, dessen Elternhaus (Propst Maudrai'sches Schloss) seiner Heimatgemeinde heute als gute Stube dient, arbeitete eine zeitlang als oberster Gerichtspräsident des nassauischen Fürstenhauses und war später beim österreichischen Erzherzog Johann für die Außenpolitik des Alpenbundes verantwortlich. Sein Sohn Heinrich leitete die Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche und gilt daher als erster deutscher Parlamentspräsident.

  • Karl Gustav von Geib (1808 - 1864)

    Der Rechtswissenschaftler aus Lambsheim war zeitweise Regentschaftssekretär von König Otto in Griechenland. Später lehrte er an den Universitäten Zürich und Tübingen. Der württembergische König verlieh ihm das Ritterkreuz des Kronenordens und den persönlichen Adel.

    Sein Bruder Ferdinand Geib (1804 - 1834) war ebenfalls Jurist und gehörte als Mitbegründer des Deutschen Preß- und Vaterlandsvereins zu den Teilnehmern des Hambacher Festes.

    Schon Großvater Johann Heinrich Valentin Geib (1743 - 1817), langjähriger Bürgermeister von Lambsheim, hatte für seine aufrechte Haltung den französischen Ehrentitel "Officier de l'etat civil" verliehen bekommen.

  • Johann Lukas Jäger (1811 - 1874)

    Der in Harthausen geborene Arzt gründete 1849 in Annweiler die spätere "Pfälzer Zeitung". Er gehörte ausserdem neun Jahre lang dem bayerischen Landtag an, wo er zu den konservativen Kräften und Befürwortern der Monarchie zählte.

  • Peter Gärtner (1812 - 1889)

    In Mutterstadt geboren, unterrichtete der Lehrer über 40 Jahre lang in Iggelheim, wo er dann auch starb. Er gründete die Pfälzer Lehrergewerkschaft und war liberaler Abgeordneter im bayrischen Landtag. Außerdem betätigte er sich als Autor von Geschichts- und Erdkundebüchern sowie als Dichter.

  • Franz Hällmeyer (1814 - 1880)

    Der Theologe aus Bobenheim(-Roxheim), der in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen war, gründete 1848 als Domvikar in Speyer das Bistumsblatt "Der christliche Pilger", das bis heute erscheint.

  • Johannes Mehring (1815 - 1878)

    Der Schreiner aus Kleinniedesheim gehört zu den wichtigsten Wegbereitern der modernen Imkerei. Er erfand die künstliche Mittelwand für Bienenwaben, die den Honigertrag steigerte und Krankheiten eindämmte. Gewürdigt wurden seine Verdienste mit der Großen Silbernen Medaille der landwirtschaftlichen Zentralstelle in München, der Preußischen Ehrenmedaille sowie der Kaiserlich-französischen silbernen Medaille.

  • Johann Heinrich Lützel (1823 - 1899)

    Kirchen- und Volksliederkomponist aus (Böhl-) Iggelheim. Trieb Mitte des 19. Jahrhunderts pfalzweit die Gründung von Gesangvereinen voran und dirigierte als "Hauptvereinsmusikdirector" zeitweise 87 Vereine mit rund 4.000 Sängern. Wurde später zum königlich-bayerischen Musik-Professor ernannt. Das von ihm komponierte Lied "Allzeit bereit" steht bei Pfadfindergruppen noch heute hoch im Kurs. Sein ursprünglicher Beruf war Volksschullehrer.

  • Ernst Bohlig (1846 - 1918)

    Der Apothekersohn aus Mutterstadt galt Ende des 19. Jahrhunderts als "stärkster Mann der Welt". Er demonstrierte aber nicht nur öffentlich seine Kraft, sondern warb auch für die Gesundheitsförderung durch Turnen und stand der Monarchie - wie schon sein Vater - sehr kritisch gegenüber. Seine "linke" Gesinnung hinderte ihn aber später nicht, vor der österreichischen Kaiserin als Sportler aufzutreten und einen Vortrag zu halten.

  • Joseph Kapper (1860 - 1941)

    Der aus Bobenheim(-Roxheim) stammende Pfarrer, der Anfang des 20. Jahrhunderts zum Ritter von Lateran sowie zum Bischöflichen Geistlichen Rat ernannt wurde und auf die Ernennung zum Monsignore verzichtete, war ein vielseitiges Genie. Er beherrschte nicht weniger als 14 Sprachen und konnte sowohl die babylonische als auch die assyrische Keilschrift lesen. Außerdem betätigte er sich als Maler und befasste sich mit der Veredelung von Obstgehölzen sowie mit der Astronomie.

  • Theobald Hauck (1902 - 1980)

    Der Bildhauer aus Maxdorf zählt zu den bedeutendsten Künstlern, die der Rhein-Pfalz-Kreis hervorgebracht hat. Seine Ausbildung begann er als Siebzehnjähriger an der Kunstakademie Karlsruhe. Später setze er sie jeweils zwei Jahre lang an der Kunsthochschule Berlin sowie an der Akademie der Bildenden Künste in München fort. Prägende Lehrer waren die Professoren Wilhelm Gerstel und Hermann Hahn. Bis auf die Lernphase und drei anschließende Jahre, während der sich sein Atelier im benachbarten Oggersheim befand, blieb der Maxdorfer seinem Heimatort treu. Er war 1954 dabei, als die Pfälzer Künstlergenossenschaft gegründet wurde, und den Künstlerbund Rhein-Neckar hob er 1963 ebenfalls mit aus der Taufe. Vor 30 Jahren ernannte ihn die Gemeinde Maxdorf zu ihrem Ehrenbürger.

  • Otto Ditscher (1903 - 1987)

    Der Namensgeber des Kreis-Kunstpreises - in der kreisangehörigen Gemeinde Neuhofen geboren und gestorben - studierte nach einer handwerklichen Maler-Ausbildung von 1922 bis 1925 an der Münchner Akademie der Bildenden Künste. Nach Ansicht von Fachleuten ist er nur deshalb nicht so berühmt geworden wie sein Pfälzer Zeitgenosse Hans Purrmann, weil er sich nicht auf Dauer in einer der großen Künstlermetropolen niederlassen wollte, sondern seiner Heimat treu blieb. Im Einvernehmen mit seiner Ehefrau Jo(hanna) vermachte er einen Großteil seines künstlerischen Nachlasses der Gemeinde Neuhofen und dem Rhein-Pfalz-Kreis. In seinem Heimatort war er Ehrenbürger, das Land Rheinland-Pfalz ehrte ihn mit der Max-Slevogt-Medaille.

  • Franz Funk (1905 - 1987)

    Komponist und Textdichter aus Schifferstadt. Machte sich hauptsächlich im Bereich der Unterhaltungsmusik einen Namen, beispielsweise mit der "Erkennungsmelodie" des populären Geigers Helmut Zacharias, "Schönes Wetter heute". In den Verzeichnissen der GEMA sind 321 Titel aus seiner Feder zu finden. Lebte zuletzt in den USA.

  • Friedrich Schlüssel alias Alo Altripp (1906 - 1991)

    Der international beachtete Kunstmaler verbrachte seine Kindheit in Altrip, wo auch sein Pseudonym herrührt. Sein Studium absolvierte er in Mainz, München und Dresden. Während der Nazizeit galten seine grundsätzlich titellosen Werke als entartet. Er gehörte der Neuen Gruppe in München sowie der Pfälzer Sezession an. Das Land Rheinland-Pfalz ehrte ihn mit der Max-Slevogt-Medaille.


  • Jakob Kraus (1912 - 2007)

    Als Präsident und Ehrenvorsitzender der Fédération Mondiale des Maitres-Tailleurs hatte der gebürtige Waldseer vor allem von 1982 bis 1993 großen Einfluss auf die Herrenmode der gesamten Welt. Neben dem Bundesverdienstkreuz wurde ihm unter anderem die Verdienstmedaille seines Weltverbandes, das Deutsche Handwerkerzeichen in Gold und die Ehrenmedaille der Stadt Paris verliehen.

  • Ludwig Schreiner (* 1921)

    Der Ingenieur aus Römerberg entwickelte unter anderem das automatische Fahrwerk für Flugzeuge.

  • Dr. Paul Schädler (* 1930)

    Der erste Landrat des Landkreises Ludwigshafen nach der Gebietsreform von 1969, der seit Jahrzehnten in Dudenhofen lebt, wurde für seine engagierte und weitsichtige Amtsführung vom heutigen Rhein-Pfalz-Kreis 2012 zu dessen erstem Ehrenbürger ernannt. Von 1983 bis 1991 war er Regierungspräsident von Rheinhessen-Pfalz. Einen Namen machte er sich unter anderem auch als Vorkämpfer für die biologische Stechmückenbekämpfung am Oberrhein.

  • Theo Magin (* 1932)

    Der Pädagoge aus Schifferstadt gehört zu den Vätern des heutigen Rhein-Pfalz-Kreises, in dessen Kreistag er mehr als ein Vierteljahrhundert lang die CDU-Fraktion führte. Anschließend war er zeitweilig Kreisbeigeordneter. Seine Heimatstadt, die er unter anderem als Beigeordneter und Bürgermeister mitgeprägt hat, ernannte ihn 1995 zum Ehrenbürger. Für sein Engagement als Bezirkstags-, Landtags- und Bundestagsabgeordneter sowie als Präsident oder Vizepräsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes erhielt er 1996 das Große Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

  • Wilfried Dietrich (1933 - 1992)

    Der "Kran von Schifferstadt" war Welt- und Europameister sowie 30 mal Deutscher Meister im Ringen. Bei fünf Olympia-Teilnahmen errang er fünf Medaillen. Gegen Ende seiner internationalen Karriere erregte er 1972 noch einmal weltweite Aufmerksamkeit, als er einen vier Zentner schweren Konkurrenten aus den USA im olympischen Wettkampf über sich warf und besiegte. Seine Heimatstadt machte ihn zum Ehrenbürger, zuletzt lebte er allerdings in Südafrika.

  • Siegmar Henker (1942 - 2009)

    Nach einem Arbeitsunfall seit 1971 querschnittsgelähmt, widmete sich der ehemalige Hobby-Handballer und -Speerwerfer aus Bobenheim-Roxheim in seiner Freizeit dem Behindertensport - zunächst als Leichtathlet und später als Schütze. Sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene gewann er unzählige Meisterschaften. Unter anderem brachte er es bei sechs Paralympics-Teilnahmen auf insgesamt 25 Medaillen, davon zehn Goldene. Bei der Eröffnungsfeier 1992 durfte der erfolgreichste Behindertensportler "aller Zeiten" in Barcelona die erste gesamtdeutsche Paralympics-Mannschaft, die etwa 300 Köpfe zählte, als Fahnenträger ins Stadion führen. Der Rhein-Pfalz-Kreis, damals noch mit dem Namen Landkreis Ludwigshafen, ernannte ihn 1984 zum Sportler des Jahres, das Land Rheinland-Pfalz verlieh ihm seinen Verdienstorden und der Bundespräsident ehrte ihn mit dem Silbernen Lorbeerblatt.

  • Günter Wolf (* 1949)

    Dem Physiker aus Römerberg gelang es als erstem, Goldkristalle zu züchten, was 2002 mit dem rheinland-pfälzischen Erfinderpreis gewürdigt wurde.

  • Jürgen Kohler (* 1965)

    Der deutsche Fußballer des Jahres 1997 und zigfache Nationalspieler, der auch der Weltmeister-Mannschaft von 1990 angehörte, begann seine Karriere bei Jahn Lambsheim.

  • Dr. Melanie Klasen-Memmer (*1967)

    Die Chemikerin aus Heuchelheim wurde als Mitglied einer dreiköpfigen Forschungsgruppe, die zu den Wegbereitern moderner Flüssigkristall-Bildschirme gehört, vom Bundespräsidenten mit dem Deutschen Zukunftspreis 2003 ausgezeichnet.

  • Steffen Gross (* 1969)

    Der Schreiner aus Hanhofen erhielt 2001 den Design-Preis des Landes Rheinland-Pfalz für ein von ihm geschaffenes Möbelsystem.

  • Thomas Della Pepa

    Der Mutterstadter, der ein selbst entwickeltes Fliesen-Verlegesystem auf den Markt gebracht hat, durfte sich 2004 über den Existenzgründerpreis "Pioniergeist" der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz freuen.

Frau Kornelia Barnewald

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