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Gesundheitsamt informiert

Grippesaison hat begonnen – Impfung bietet Schutz


Die Grippe – auch Influenza genannt – ist nicht mit einer Erkältung gleichzusetzen: Während diese in der Regel harmlos verläuft, handelt es sich bei der Grippe um eine ernstzunehmende, mitunter auch lebensbedrohliche Krankheit. Auch die Coronaviruserkrankung (COVID-19) und die RSV-Infektion können unter anderem schwere Atemwegserkrankungen nach sich ziehen. 

Eine der wichtigsten Präventionsmaßnahmen gegen diese Erkrankungen sind Schutzimpfungen. Die Impfungen gegen COVID-19 und gegen die Grippe sollten für bestimmte Personengruppen jährlich im Spätsommer bzw. Herbst mit dem jeweils aktuellen Impfstoff erfolgen. Sollte dieser Zeitraum verpasst werden, können Impfungen auch im Winter durchgeführt werden. Aufgrund der hohen Bedeutung der Schutzimpfungen findet vom 9. bis 15. November die bundesweite Impfaktionswoche statt. 

Personenkreis, für den die jährliche Grippeimpfung empfohlen wird:

  • Menschen ab 60 Jahren
  • Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel. Bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens bereits ab dem ersten Schwangerschaftsdrittel.
  • Kinder im Alter über sechs Monate, Jugendliche und Erwachsene mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens (wie etwa chronische Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten, chronische neurologische Grundkrankheiten wie Multiple Sklerose mit durch Infektionen getriggerten Schüben, angeborene oder erworbenen Immundefizienz oder HIV)
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Bewohner von Alten- oder Pflegeheimen
  • Menschen mit stark erhöhtem Risiko sich und andere anzustecken, zum Beispiel medizinisches Personal oder Personal in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr
  • Menschen, die im privaten oder beruflichen Umfeld häufigen, regelmäßigen und direkten Kontakt z.B. zu Schweinen, Geflügel und Wildvögeln (frei und gehalten) sowie Robben haben. Dies gilt für Berufstätige unter anderem in Nutztierhaltungen, Zoos oder Tierparks, Tierheimen oder Auffangstationen, Tierarztpraxen und Schlachthöfen.

 

Ergänzend weist das Gesundheitsamt darauf hin, dass seit 2026 eine Impfempfehlung für die tierische Influenza (zoonotische Influenza) für besondere Risikogruppen besteht. Unter dieser auch als Vogelgrippe oder Geflügelpest bezeichneten Erkrankung wird in erster Linie eine Infektion mit tierischen Influenzaviren bei Vögeln verstanden. Eine Übertragung des Virus vom Tier auf den Menschen ist in seltenen Fällen möglich. Empfohlen wird die Impfung für Menschen, die gezielte Tätigkeiten mit zoonotischen Influenzaviren ausführen (z.B. in Forschungs- und Laboreinrichtungen), die an der Tierseuchenbekämpfung beteiligt sind oder bei unerwarteten Häufungen von Erkrankungsfällen der zoonotischen Influenza beim Menschen in Deutschland oder in Nachbarländern. 

Eine jährliche Impfung gegen COVID-19 wird folgenden Gruppen empfohlen:

  • Menschen ab 75 Jahren
  • Kinder ab 6 Monaten, Jugendliche und Erwachsene bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung für einen schweren COVID-19-Verlauf infolge einer Grunderkrankung
  • enge Kontaktpersonen ab dem Alter von 6 Monaten von Personen, bei denen nach einer COVID-19-Impfung keine schützende Immunantwort zu erwarten ist. 
  • Bewohner von Pflegeeinrichtungen
  • Personen in Einrichtungen der Eingliederungshilfe mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf
  • Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel, wenn eine erhöhte gesundheitliche Gefährdung durch Grunderkrankungen oder schwangerschaftsassoziierte Komplikationen besteht
  • Personal in Pflegeeinrichtungen mit direktem Kontakt zu Bewohnenden sowie medizinisches Personal mit erhöhtem Infektionsrisiko oder mit direktem Kontakt zu Risikopatienten

 

Zur Vorbeugung (Prophylaxe) von schweren Atemwegserkrankungen bei einer RSV-Infektion wird Säuglingen und Neugeborenen eine passive Immunisierung durch Gabe eines Antikörpers empfohlen. Dieser schützt sofort und in der Regel für die gesamte erste RSV-Saison des Kindes. Die STIKO empfiehlt außerdem eine einmalige RSV-Impfung als Standardimpfung für alle Personen ab 75 Jahren. Für Personen, die aufgrund einer relevanten bzw. schwerwiegenden Grunderkrankung besonders gefährdet sind oder die in einer Pflegeeinrichtung leben, wird die RSV-Impfung bereits ab dem 60. Lebensjahr empfohlen. 

Durch einfache Hygienemaßnahmen kann man außerdem das Risiko einer Übertragung des Coronavirus (SARS-CoV-2), des Influenzavirus und des RSV-Virus deutlich reduzieren: 

  • Vermeiden Sie nach Möglichkeit engen Kontakt zu Erkrankten, auch im häuslichen Umfeld.
  • Waschen Sie sich gründlich die Hände mit Wasser und Seife. Trocknen Sie die Hände nach dem Waschen sorgfältig mit einem sauberen Tuch ab. Dies gilt besonders dann, wenn Sie Kontakt zu Erkrankten hatten oder Gegenstände angefasst haben, die Erkrankte zuvor berührt haben.
  • Berühren Sie so wenig wie möglich mit Ihren Händen die Schleimhäute von Augen, Mund und Nase.
  • Meiden Sie bei Grippewellen möglichst Händeschütteln und halten Sie Abstand zu niesenden oder hustenden Personen.
  • Achten Sie auf eine gute Lüftungssituation (regelmäßiges Stoßlüften).
  • In bestimmten Situationen, beispielsweise bei unvermeidbarem Kontakt zu Erkrankten oder bei vielen Menschen in Innenräumen, kann das Tragen einer Maske, insbesondere für Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf, sinnvoll sein.

 

Weiterführende Informationen: 

Informationen zu Atemwegsinfektionen und zu Impfungen sind auf der Seite des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unter folgendem Link nachzulesen:

https://www.infektionsschutz.de/themen/atemwegserkrankungen/ 

Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Vogelgrippe (zoonotische Influenza) bei Menschen sind auf der Seite des Robert-Koch-Institutes unter folgendem Link zu finden:

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Gefluegelpest/Gefluegelpest.html 

Informationen zur Impfaktionswoche: https://gesund.bund.de/impfaktionswoche 

Weitere Informationen zum Thema unter www.rhein-pfalz-kreis.de/impfen