Gesundheitsberichterstattung
Leistungsbeschreibung
Die Gesundheitsberichterstattung informiert Öffentlichkeit und Politik über Gesundheit, Krankheit, Gesundheitsressourcen und -risiken der lokalen Bevölkerung. Ergebnisse der Gesundheitsberichterstattung werden in gesundheitspolitischen Entscheidungsprozessen genutzt und zur Planung von Maßnahmen der Gesundheitsförderung herangezogen. Im Rahmen der Initiative „Gesundheit leben, Zukunft gestalten“, die durch den Fachbereich Gesundheitsförderung und -berichterstattung der Kreisverwaltung Rhein-Pfalz-Kreis ins Leben gerufen wurde, liefert die Gesundheitsberichterstattung wichtige Daten und Erkenntnisse über die gesundheitliche Lage im Rhein-Pfalz-Kreis, sowie in den kreisfreien Städten Frankenthal, Speyer und Ludwigshafen. Sie hilft dabei, bedarfsorientiert gesundheitsfördernde Strukturen in den Kommunen aufzubauen.
Hier finden Sie die Gesundheitsberichte, die im Rahmen der Initiative „Gesundheit leben, Zukunft gestalten“ erstellt wurden:
Bericht: Hitze und Gesundheit im Rhein-Pfalz-Kreis
Bericht: Gesundheitliche Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen in Speyer
FAQs
Was ist Gesundheitsberichterstattung?
Gesundheitsberichterstattung ist laut „Leitbild für einen modernen öffentlichen Gesundheitsdienst“ eine Kernaufgabe des öffentlichen Gesundheitsdienstes, zu dem auch die Gesundheitsämter zählen und ist wie folgt definiert:
„Die Gesundheitsberichterstattung bietet eine interpretierende Beschreibung der gesundheitlichen Lage der Bevölkerung, analysiert Problemlagen und weist auf eventuelle Handlungsbedarfe hin.“ (aus: Gute Praxis Gesundheitsberichterstattung – Leitlinien und Empfehlungen).
Welche Themen behandelt die Gesundheitsberichterstattung?
Die Themen der Gesundheitsberichterstattung sind breit gefächert. Sie umfassen unter anderem Krankheiten, Beschwerden und Risikofaktoren, aber auch das persönliche Gesundheitsempfinden, die gesundheitsbezogene Lebensqualität, die Nutzung von Präventions- und Versorgungsangeboten sowie soziale Strukturen und Kosten des Gesundheitssystems.
Wie arbeitet die Gesundheitsberichterstattung?
Grundlage der Gesundheitsberichterstattung bilden wissenschaftliche Erkenntnisse zur Gesundheit der Bevölkerung, sowie Daten aus dem öffentlichen Gesundheitsdienst, aus amtlichen Statistiken und aus epidemiologischen Studien. Verfügbare Gesundheitsdaten werden durch belastbare Methoden statistisch ausgewertet und anschließend fachlich eingeordnet.
Welche Rolle hat die Gesundheitsberichterstattung in den Kommunen?
Gesundheitsberichterstattung ist Aufgabe des Bundes, des Landes Rheinland-Pfalz und der Kommunen. Auf kommunaler Ebene steht die kleinräumige Auswertung von Gesundheitsdaten im Fokus. Besonders wichtig ist die Beantwortung der Frage, wie sich die gesundheitliche Lage in Stadtteilen oder Gemeinden darstellt.
An wen richtet sich die kommunale Gesundheitsberichterstattung?
Die Gesundheitsberichterstattung der Gesundheitsämter richtet sich an die breite Öffentlichkeit, Medien und Kommunalpolitik, sowie an die Fachöffentlichkeit, Wissenschaft und Lehre.
Wozu braucht man die kommunale Gesundheitsberichterstattung?
Die Gesundheitsberichterstattung zeigt auf, wo Handlungsbedarfe zur Verbesserung der Gesundheit aller Menschen liegen. Außerdem trägt die Gesundheitsberichterstattung dazu bei, neue und bestehende Maßnahmen zu evaluieren.
An wen richtet sich die kommunale Gesundheitsberichterstattung?
Die Gesundheitsberichterstattung der Gesundheitsämter richtet sich an die breite Öffentlichkeit, Medien und Kommunalpolitik, sowie an die Fachöffentlichkeit, Wissenschaft und Lehre.
Weiterführende Links
Informationen zur Gesundheitsberichterstattung
- Starke D, Tempel G, Butler J, Starker A, Zühlke C, Borrmann B. Gute Praxis Gesundheitsberichterstattung – Leitlinien und Empfehlungen. Journal of Health Monitoring. 2019;4(S1):2–22.
- Ziese T, Prutz F, Rommel A, Reitzle L, Sass AC. Gesundheitsberichterstattung des Bundes am Robert Koch-Institut – Status quo und aktuelle Entwicklungen. Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz. 2020;63(9):1057–66.
- Länderoffene Projektgruppe „Leitbild ÖGD“. Leitbild für einen modernen öffentlichen Gesundheitsdienst. Zuständigkeiten. Ziele. Zukunft. 2018
- Landesgesetz über den öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGdG) vom 17. November 1995. GVBl. 1995, 485
Öffentlich zugängliche Datenquellen zum gesundheitlichen Geschehen in Deutschland und in der Region
Webseite | Inhalt | Verantwortliche Stelle |
| Gesundheitsberichterstattung des Landes Rheinland-Pfalz | Vielfältige Gesundheitsindikatoren zum Gesundheitszustand, Gesundheitsverhalten und zur Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen | Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz |
| Morbiditäts- und Sozialatlas | Daten zur Häufigkeit unterschiedlicher Erkrankungen | Barmer Institut für Gesundheitssystemforschung |
| Der kleinräumige Krebsatlas | Daten zu neu aufgetreten Krebserkrankungen | Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. |
| SURE-Wochenberichte | Wochenberichte zur regionalen Verbreitung von Atemwegserregern (Influenza, Coronavirus, Respiratorisches Synzytial-Virus [RSV]) | Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz |
| VacMap | Daten zum Impfgeschehen in Deutschland | Robert Koch-Institut |
| Krankenhausatlas Deutschland | Daten zu den Standorten aller Krankenhäuser in Deutschland | Statistische Ämter des Bundes und der Länder |
| Regionalatlas Deutschland | Daten zu Pflegeheimen und Pflegebedürftigen | Statistische Ämter des Bundes und der Länder |
| Badegewässeratlas Rheinland-Pfalz | Atlas zur Wasserqualität der Badeseen in Rheinland-Pfalz (Aktuelle Messdaten von 1. Juni bis 31. August) | Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz |
