Viele Komponistinnen des 18. bis 20. Jahrhunderts wirkten unter Bedingungen, die ihre künstlerische Sichtbarkeit stark einschränkten: gesellschaftliche Konventionen, familiäre Rollenerwartungen und fehlende institutionelle Unterstützung. Werke wurden übergangen, nicht veröffentlicht oder männlichen Kollegen zugeschrieben – wie im Fall von Fanny Hensel, über die Carl Friedrich Zelter den Ausspruch „Sie spielt wie ein Mann“ tätigte.
Der musikalische Themenabend im Heinrich Pesch Haus beleuchtet diese strukturellen Barrieren und richtet den Blick auf Künstlerinnen, die trotz widriger Rahmenbedingungen komponierten und eine eigene musikalische Sprache entwickelten. Sonja Haub (Mezzosopran und Moderation) und Maria Mokhova (Klavier) führen durch Werke und Lebenswege von Clara Schumann, Fanny Hensel (geb. Mendelssohn) und der Komponistin und Frauenrechtsaktivistin Ethel Smyth. Die zeitgenössische Komponistin und Bundesverdienstkreuzträgerin Charlotte Seither gibt einen Impuls zum Thema.
Die Veranstaltung richtet sich an alle, die sowohl musikalische Entdeckungen suchen als auch Interesse an gesellschaftlichen Fragestellungen haben. Sie verbindet musikalische Darbietung mit kontextualisierender Information und bietet im Anschluss die Möglichkeit für Fragen und Austausch.
Der musikalische Themenabend zum Weltfrauentag beginnt am 12. März 2026 um 18:30 Uhr. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung per Mail an anmeldung@hph.kirche.org wird gebeten.
Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung des Heinrich Pesch Hauses mit der KEB Bistum Speyer, den Gleichstellungsstellen des Rhein-Pfalz-Kreises und der Stadt Ludwigshafen, der kfd und dem KDFB.
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