Afrikanische Schweinepest (ASP): Baustart für festen Wildschutzzaun


„Bereits seit Mitte 2024 arbeitet der Rhein-Pfalz-Kreis zusammen mit dem Land Rheinland-Pfalz intensiv daran, die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern“, sagt Landrat Volker Knörr und ergänzt: „Mit Erfolg: Bisher gab es trotz mehrerer Fälle im Umland noch keinen bestätigten ASP-Fall in unserem Zuständigkeitsbereich. Die nun kommende Umwandlung des bestehenden Elektrozauns in einen festen Wildschutzzaun ist ein weiterer wichtiger Baustein dieser Bemühungen, da der feste Zaun einen noch besseren und dauerhaften Schutz gegen die Ausbreitung des Virus bietet.“

Bereits in den Jahren 2024 und 2025 wurde ein mobiler Elektrozaun im Zuständigkeitsgebiet der Kreisverwaltung entlang der A 61, der A 650 (Kreuz Ludwigshafen bis Höhe Badesee „Große Blies“) sowie am Rheinufer aufgebaut, um die Ausbreitung der ASP bei Wildschweinen verhindern. Von Anfang an war geplant, diesen später in einen festen Wildschutzzaun umzuwandeln. Mit der Fertigstellung des nun vorliegenden Abschnitts ist der erste Schritt hierfür gemacht. Auch die weiteren Arbeiten werden abschnittsweise erfolgen.

Der Festzaun verläuft im nun fertiggestellten Abschnitt hinter dem Deich, womit sich sein Verlauf von dem des früheren Elektrozauns etwas unterscheidet. Das hierfür zuständige Umweltministerium betont, dass bei der Planung des Festzaunbaus darauf geachtet wird, die Einschränkungen für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten. Durchgangsmöglichkeiten wie Tore und Cattle Grids werden eingebaut.

Hintergrund Zaun:

Nach Angaben des Umweltministeriums spielt die Errichtung von Zäunen eine wesentliche Rolle bei der Verhinderung der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen und wird von der Europäischen Union zur Seuchenbekämpfung vorgegeben. Die Zäune sollen verhindern, dass infizierte Tiere in bisher ASP-freie Gebiete abwandern und so den Erreger weiterverbreiten. So sollen unnötiges Tierleid verhindert und zugleich wirtschaftlicher Schaden abgewendet werden.

Wie schon der mobile Elektrozaun wird auch der feste Wildschutzzaun vom Land Rheinland-Pfalz zur Verfügung gestellt.

Hintergrund ASP:

Die ASP ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die ausschließlich Wild- und Hausschweine betrifft. Die Erkrankung endet für die Schweine fast immer tödlich. Für andere Tiere sowie den Menschen ist sie ungefährlich. Anfang Juli 2024 wurde die ASP erstmals bei einem Wildschwein in Rheinland- Pfalz nachgewiesen. Durch diesen sowie weitere Fälle in Hessen und Baden-Württemberg mussten auch im Zuständigkeitsgebiet des Kreis-Veterinäramts Sperrzonen mit verschiedenen Auflagen – unter anderem für Jäger und Hundehalter – festgelegt werden. Diese sind unter www.rhein-pfalz-kreis.de/asp nachzulesen. Im Rhein-Pfalz-Kreis selbst gab es bislang noch keinen bestätigten ASP-Fall.

Die Verbreitung von ASP ist von Tier zu Tier, aber auch durch den Menschen möglich. Dies geschieht etwa über infizierte Lebensmittel, die achtlos weggeworfen und dann von Schweinen gefressen werden. Spaziergänger, Wanderer, Radfahrer aber auch Autofahrer werden daher gebeten, in der Natur sowie auf Rastplätzen keine Lebensmittel und Speisereste wegzuwerfen, sondern diese zuhause zu entsorgen.

Das Veterinäramt des Rhein-Pfalz-Kreises ist für die Tierseuchenbekämpfung im Kreis sowie den kreisfreien Städte Ludwigshafen, Frankenthal und Speyer zuständig. Die Koordination übernimmt der Verwaltungsstab des Rhein-Pfalz-Kreises. Er ist unter der E-Mail stab@rheinpfalzkreis.de erreichbar.